Schöne Bescherung

Am 1. Weihnachtsfeiertag waren zum Mittagessen in unser Stammlokal eingeladen worden. Die Bedienung nahm uns höflich unsere Jacken und Mäntel ab und hing sie ordentlich an die Garderobe. Erst am Abend, als wir längst wieder zu Hause waren, stellte ich zu meinem Entsetzen fest: der Geldbeutel war nicht mehr in der Mantelinnentasche … Alles suchen und telefonieren half nicht weiter. War er etwa in der Gastwirtschaft gestohlen worden? Vorsichtshalber ließ ich umgehend meine Kreditkarte sperren und informierte die Polizei. Mein Schwager stellte mir freundlicherweise sein Laptop zur Verfügung, damit ich in meinem Online-Account sehen konnte, ob sich womöglich schon jemand an meinem Konto bedient und Geld abgehoben hatte. Die Kinder waren schon ganz aufgeregt. Als ich eine Nachricht an meine Bank verfassen wollte, erschien oberhalb des Online-Kontaktformulars ein Werbebanner mit irgend so einem Typen drauf. Meine Tochter, die mir über die Schulter geschaut hatte, fragte kombinierend “Ist das da etwa der Dieb?”

PS: Zum Glück klärte sich die Sache am späten Abend rasch auf: das Portemonnaie hatte zu Hause in einer ganz anderen Jackentasche gesteckt und war niemals verloren gegangen. Fehlalarm also – und viel Aufregung um nichts. Zum Glück.

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