Archive für Dezember 2008

Heiße Idee

Kurz vor dem vierten Advent gibt unser Stabfeuerzeug sein letztes Flämmlein ab. Kurzentschlossen kaufe ich ein neues, denn unterm Weihnachtsbaum und in der Silvesternacht sieht man ohne Anzünder “alt” aus. Die Verkäuferin erwähnt nebenbei, dass man diese Sorte Feuerzeug auch auffüllen kann. Als ich das zu Hause erzähle, meint unsere Tochter: “Ich weiß wie das geht: man geht zu einem großen Feuer hin und tut was davon ins Feuerzeug rein.”

Rotlicht-Experiment

Die Weihnachtstombola beschert mir einen Laserpointer. Beim Ausprobieren zu Hause fällt mir auf, dass der rote Punkt, den der smarte Werbeartikel an die Wand projeziert, extrem leuchtstark ist. Ich beschließe auf die nächtliche Terrasse hinauszutreten und die Reichweite des roten Leuchtpunktes zu testen. Zu meinem Erstaunen ist der Punkt noch an Häuserwänden in mehreren hundert Metern Entfernung zu sehen! Am nächsten morgen erzähle ich das den Kindern: “Ich habe gestern eine Taschenlampe geschenkt bekommen, die ganz, ganz weit strahlen kann.” Daraufhin unsere kleine Tochter: “Bis nach Afrika?”

Klerikaler Zwirn

Geht Mann bei diesen unterkühlten Dezember-Temperaturen nur mit Hemd und Sakko außer Haus, riskiert Mann leicht einen lästigen Schnupfen. Ein warmer Überziehmantel ist bei dieser Businesstracht also angeraten. Mein letzter Mantel endete unlängst in der Altkleidersammlung und so wollte ich möglichst umgehend, also noch vor Weihnachten, nach geeignetem Ersatz Umschau halten. Mein erster Gedanke war, mich an einen gewissen Kaffeeröster zu weden, des Preis-Leistungsverhältnises wegen. Letztlich entschied ich mich dann aber doch für einen Markenartikel aus einem Modefachgeschäft. Schließlich ist ein Mantel so etwas wie eine Visitenkarte, vor allem wenn man ihn zu Garderobe-Zwecken in fremde Hände gibt. Ich nun also stolz in meinem neuen, feinen Zwirn - er ist übrigens lang und dunkelanthrazit - fahre meine Tochter in den Kindi, genauer in die Vorschule. Sie nimmt mich währenddessen in Augenschein, als ihr plötzlich ein äußerst charmantes Kompliment entfährt: “Papa, mit Deinem neuen Mantel siehst Du aus wie ein Pfarrer!”

Ordentlich eingeheizt

Kürzlich habe ich mir eine “Queen”-CD gekauft. Best-of-Sampler. Mit diesen Wahnsinns-Hits. Alles Ohrwürmer. So eine wollte ich schon lange mal haben. Als ich am Abend nach Hause kam, habe ich gleich den CD-Schlitten damit gefüttert und - weil meine Frau gerade noch mit den Kindern unterwegs war - ordentlich “eingeheizt”. Doch offensichtlich ist das immense Soundvolumen unserer altersschwachen Lautsprecherbox nicht so optimal bekommen. Denn: sie brummt und kratzt seither. Ein Blick hinter die Lautsprecherverblendung verspricht nichts Gutes: die Schaumstoff-Ummantelung des Bass-Dröhners hat´s zerbröselt. Wohl doch etwas zu heftig gerockt :(  Als nun unsere Tochter kürzlich auf dem Boden neben der Box liegt, um gemütlich ihre Kinderkassette anzuhören, stellt sie empört fest: “Die (Box) rasselt ja wie eine alte Krähe!”

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