Mit dem Schrecken davongekommen

“Eng, eng!” ruft es leise, aber jämmerlich, aus dem Treppenhaus unserer Maisonettewohnung. Erst als Mama herbeikommt und mit Bestürzung aufschreit, eile ich auch sofort herbei. Unsere kleinste Tochter steckt mit dem Kopf im Geländer fest und kommt nicht mehr heraus! Oh weh! Wir ziehen bzw. drücken vorsichtig am Köpfchen, aber es hilft nichts. “Das ist ja wie bei Michel in der Suppenschüssel, der zwar reinkommt, aber nicht mehr raus.” Mama fürchtet schon, wir müßten die Feuerwehr holen, um das Metallgitter aufzuflexen … Ratlosigkeit … Irgendwann durch Zufall merken wir: Nicht der Kopf muss durch, sondern der zarte Körper - und zwar in die andere Richtung! Was dann auch mühelos geht. Nach ein paar Erleichterungstränen berichtet unsere Tochter wie es zu diesem Malheur kam: Sie wollte ihren Schnuller holen und dabei das Absperrgitter umgehen und war deshalb durch das große Gitter durchgeklettert, was wir bis dato nie für möglich gehalten hätten. In der Kleinkindersprache lautet die Geschichte bei ihr seither kurz so: “Schnulli da, nein, aua eng, mama papa, tatütata nein.”

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